AXE Byte Zug
AXE Byte Train wird als PUP (potenziell unerwünschtes Programm) eingestuft. Diese Programme tarnen sich oft als legitime Software, besitzen aber schädliche Funktionen. Ein aktueller Vorfall hat eine Betrugsseite ans Licht gebracht, die unter dem Deckmantel einer herunterladbaren Dokumentation ein Installationsprogramm mit AXE Byte Train bewarb. Dieses Setup installierte nicht nur AXE Byte Train, sondern enthielt auch andere verdächtige Software.
Inhaltsverzeichnis
Übersicht über potenziell unerwünschte Anwendungen
PUAs sind, wie bereits erwähnt, oft mit unerwünschten oder gefährlichen Fähigkeiten ausgestattet. Sie verfolgen häufig Benutzerdaten und sammeln Browser- und Suchmaschinenverläufe, Cookies, Anmeldeinformationen, persönliche Daten und Kreditkartennummern. Diese vertraulichen Informationen können an Dritte verkauft werden, was ernsthafte Datenschutzrisiken birgt.
Darüber hinaus fungieren viele PUAs als Adware, indem sie Werbung auf verschiedenen Schnittstellen anzeigen oder Benutzer auf zweifelhafte Websites umleiten. Diese Anzeigen können zu Online-Betrug, unzuverlässiger Software oder sogar Malware führen. Das Anklicken dieser Anzeigen kann zu heimlichen Downloads oder Installationen führen.
Browser-Hijacking ist ein weiteres häufiges Merkmal von PUAs. Dabei werden Browser-Startseiten, Suchmaschinen und URLs für neue Tabs beworbenen Seiten zugewiesen. Folglich sind Benutzer gezwungen, diese Seiten jedes Mal zu besuchen, wenn sie einen neuen Tab öffnen oder eine Suchanfrage eingeben. Diese gefälschten Suchmaschinen leiten oft auf legitime Suchmaschinen wie Yahoo, Bing oder Google weiter, können jedoch irreführende und potenziell gefährliche Inhalte enthalten.
Potenziell unerwünschte Anwendungsbeispiele
Beispiele für neuere potenziell unerwünschte Anwendungen sind BivaApp, AQURA Onyx und Wave Surge Lite. Solche Software erscheint oft legitim und verspricht nützliche Funktionen. Sie funktioniert jedoch selten wie beworben und funktioniert oft überhaupt nicht. Gefälschte Antiviren-Tools sind ein häufiges Beispiel dafür.
Auch wenn eine Software wie beworben funktioniert, besteht keine Garantie für ihre Rechtmäßigkeit oder Sicherheit.
Wie wurden potenziell unerwünschte Anwendungen auf meinem Computer installiert?
Im Fall von AXE Byte Train fanden wir dessen Installationsprogramm auf einer Betrugsseite, die es als Dokumentararchiv mit dem Titel „Chernobyl – Utopia in Flames“ (2023) anpries. Der Zugriff auf diese Seite erfolgte über eine Weiterleitung von einer Torrent-Site, die betrügerische Werbenetzwerke nutzte. Aufdringliche Werbung, Spam-Browserbenachrichtigungen, falsch geschriebene URLs und installierte Adware können ebenfalls zu solchen Weiterleitungen führen.
Eine weitere gängige Verbreitungsmethode ist das „Bündeln“. Dabei werden gewöhnliche Programminstallationsprogramme mit unerwünschten oder bösartigen Zusätzen verpackt. Diese Setups werden häufig von Freeware-Websites, Filehosting-Diensten, Peer-to-Peer-Netzwerken und anderen verdächtigen Quellen heruntergeladen. Benutzer, die Programme unaufmerksam installieren, Bedingungen und Schritte überspringen oder die „Schnell/Einfach“-Einstellungen verwenden, laufen ein höheres Risiko, gebündelte Inhalte auf ihre Geräte zuzulassen.
Aufdringliche Werbung kann auch unerwünschte Software verbreiten. Einige Anzeigen können beim Anklicken Skripte ausführen, um Programme ohne Zustimmung des Benutzers herunterzuladen und zu installieren.
So vermeiden Sie die Installation potenziell unerwünschter Anwendungen
Um die Installation von PUAs zu vermeiden, ist es wichtig, Software zu recherchieren und sie nur von offiziellen oder verifizierten Quellen herunterzuladen. Lesen Sie während der Installation sorgfältig die Bedingungen und Optionen, verwenden Sie die Einstellungen „Benutzerdefiniert“ oder „Erweitert“ und lehnen Sie alle zusätzlichen Apps, Erweiterungen oder Funktionen ab.
Seien Sie beim Surfen vorsichtig, da betrügerische und bösartige Inhalte oft legitim und harmlos erscheinen. Aufdringliche Werbung kann Benutzer trotz ihres harmlosen Erscheinungsbilds auf unzuverlässige und fragwürdige Websites umleiten, darunter solche, die Betrug, Inhalte für Erwachsene oder Glücksspiele bewerben.
Wenn Sie ständig auf Werbung oder Weiterleitungen stoßen, überprüfen Sie Ihr Gerät und entfernen Sie alle verdächtigen Anwendungen und Browsererweiterungen. Wenn Ihr Computer bereits mit PUAs infiziert ist, führen Sie einen Scan mit einem Anti-Malware-Programm durch, um diese automatisch zu entfernen.