Avantis (AVNT) Airdrop-Betrug
Cybersicherheitsforscher haben claim.avantishub.org als betrügerische Kryptowährungs-Website identifiziert, die eine gefälschte „$AVNT Token Airdrop 2“-Kampagne bewirbt. Die Seite ist so gestaltet, dass sie die legitime Avantis-Plattform imitiert und Nutzer dazu verleitet, ihre Krypto-Wallets zu verbinden. Sobald eine Wallet verbunden ist, wird ein Schadprogramm aktiviert, das es Angreifern ermöglicht, digitale Vermögenswerte automatisch zu stehlen.
Wichtig: Diese Betrugsseite steht in keiner Verbindung zur offiziellen Avantis-Plattform, einer autorisierten Kryptowährungsorganisation oder einem seriösen Blockchain-Unternehmen. Die einzige offizielle Avantis-Website ist Avantis selbst.
Inhaltsverzeichnis
So funktioniert der gefälschte AVNT-Airdrop
Die betrügerische Website wirbt fälschlicherweise mit einem zweiten „AVNT Token Airdrop“-Event und behauptet, Nutzer könnten kostenlose AVNT-Token erhalten, wenn sie zuvor auf Avantis gehandelt oder als Liquiditätsanbieter fungiert haben. Der Betrug nutzt den guten Ruf der echten Plattform aus, um einen falschen Anschein von Seriosität zu erwecken.
Besucher werden dazu aufgefordert, auf den prominent platzierten Button „AVNT beanspruchen“ zu klicken. Nach dem Klicken auf den Button werden die Nutzer aufgefordert, ihre Kryptowährungs-Wallets über verschiedene Wallet-Anbieter zu verbinden, darunter MetaMask, Rainbow, WalletConnect, Base Account und Hunderte weiterer Wallet-Optionen. Diese breite Kompatibilität soll die Anzahl potenzieller Opfer maximieren.
Sobald die Wallet-Verbindung bestätigt ist, startet das Schadprogramm einen Kryptowährungsdiebstahl. Dieses Tool transferiert unbemerkt Guthaben von der Wallet des Opfers auf Adressen, die von Cyberkriminellen kontrolliert werden. In vielen Fällen müssen Nutzer keine weiteren Aktionen autorisieren, damit der Diebstahl erfolgen kann.
Die echte Avantis-Plattform wird imitiert
Die offizielle Avantis-Plattform fungiert als dezentrales Protokoll für den Handel mit Perpetual-Tokens auf der Base-Blockchain. Sie ermöglicht Nutzern den Handel mit Kryptowährungen unter Hebelwirkung und das Verdienen von Belohnungen durch die Systeme Trading XP und Liquidity XP, die an Handelsaktivitäten und Liquiditätsbereitstellung gekoppelt sind.
Die Betrüger hinter claim.avantishub.org nutzen die Marke und die Terminologie der authentischen Plattform aus, um ihre gefälschte Kampagne glaubwürdig erscheinen zu lassen. Die betrügerische Domain steht jedoch in keinerlei Verbindung zum echten Avantis-Projekt oder dessen offiziellen Abläufen.
Warum Krypto-Drainer-Betrug so gefährlich ist
Kryptowährungs-Draining-Angriffe zählen weiterhin zu den schädlichsten Formen des Kryptobetrugs, da Blockchain-Transaktionen in der Regel unumkehrbar sind. Sobald Gelder von einer kompromittierten Wallet transferiert wurden, können die Opfer ihre Vermögenswerte üblicherweise nicht zurückerhalten.
Betrügerische Airdrop-Kampagnen setzen häufig auf Social-Engineering-Taktiken, die Nutzer zu schnellem Handeln drängen. Versprechungen von kostenlosen Token, exklusiven Zugriffsrechten oder zeitlich begrenzten Belohnungen werden häufig verwendet, um potenzielle Opfer zu manipulieren und ihre Wachsamkeit zu verringern.
Diese Betrugsmaschen sind besonders effektiv, weil sie vertrauenswürdige Marken, Plattformen und Krypto-Ökosysteme imitieren und gleichzeitig professionell aussehende Benutzeroberflächen präsentieren, die legitimen dezentralen Finanzdienstleistungen ähneln.
Gängige Methoden zur Verbreitung gefälschter Airdrop-Seiten
Cyberkriminelle verbreiten gefälschte Airdrop-Seiten für Kryptowährungen über zahlreiche betrügerische Kanäle. Forscher stellten fest, dass Betrugsmaschen wie der gefälschte AVNT-Airdrop häufig über manipulierte Websites, gefälschte Social-Media-Profile und bösartige Werbenetzwerke beworben werden.
Zu den gebräuchlichsten Vertriebsmethoden gehören:
- Gekaperte WordPress-Websites, die Besucher auf Phishing-Seiten weiterleiten
- Betrügerische Social-Media-Konten, die sich als Krypto-Projekte, Prominente oder Unternehmen ausgeben.
- Schädliche Werbung und irreführende Pop-ups auf unzuverlässigen Websites
- Browser-Benachrichtigungs-Spam und durch Adware ausgelöste Weiterleitungen
- Phishing-E-Mails mit Links zu gefälschten Kryptowährungskampagnen
Diese Verteilungsmethoden sind darauf ausgelegt, gleichzeitig Dringlichkeit und Vertrauen zu erzeugen und so die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Benutzer ihre Wallets verbinden, ohne die Plattform ordnungsgemäß zu verifizieren.
Wie sich Nutzer schützen können
Nutzer sollten die Authentizität von Kryptowährungsplattformen stets überprüfen, bevor sie mit ihnen interagieren oder Wallets verbinden. Die sorgfältige Prüfung von Domainnamen ist unerlässlich, da Betrüger häufig täuschend echt wirkende Domains verwenden, um seriöse Dienste zu imitieren.
Folgende Vorsichtsmaßnahmen können das Risiko einer Kompromittierung deutlich verringern:
- Verbinden Sie Wallets nur mit verifizierten offiziellen Websites.
- Vermeiden Sie die Teilnahme an unaufgeforderten Token-Aktionen oder Airdrop-Angeboten.
- Überprüfen Sie die URLs sorgfältig, bevor Sie Wallet-Verbindungen genehmigen.
- Verwenden Sie Browser-Sicherheitstools und seriöse Anti-Malware-Software.
- Verdächtige Wallet-Berechtigungen sollten umgehend widerrufen werden, falls eine Verbindung hergestellt wurde.
Bei Angeboten für „kostenlose Kryptowährungen“ ist äußerste Vorsicht geboten, insbesondere wenn Webseiten Zugriff auf Ihre Wallet verlangen. Schon eine einzige Genehmigungsanfrage auf einer betrügerischen Seite kann zu dauerhaften finanziellen Verlusten führen.