Bedrohungsdatenbank Schurken-Websites Popup-Betrug „Ihr Computer ist schwer beschädigt“.

Popup-Betrug „Ihr Computer ist schwer beschädigt“.

Bei einer Untersuchung verdächtiger Websites deckten Forscher eine Taktik namens „Ihr Computer ist schwer beschädigt“ auf. Bei diesem Schema handelt es sich um eine betrügerische Einrichtung mit einem gefälschten Systemscan und zahlreichen Bedrohungswarnungen, die alle darauf programmiert sind, Benutzer dazu zu verleiten, die beworbene Software herunterzuladen und zu installieren. Es ist wichtig hervorzuheben, dass diese Taktik völlig unabhängig von legitimen Anti-Malware- oder Sicherheitsprodukten sowie deren Entwicklern ist. Benutzer sollten sich darüber im Klaren sein, dass der Einsatz dieser Taktik zu potenziellen Schäden an ihren Geräten und persönlichen Daten führen kann.

Der Popup-Betrug „Your Computer Is Severely Damaged“ basiert auf gefälschten Malware-Warnungen

Beim Zugriff auf die Seite „Ihr Computer ist schwer beschädigt“ sehen Besucher ein Popup-Fenster mit der Meldung, dass ihr Gerät mit dreißig Bedrohungen infiziert sei. Der Meldung zufolge haben diese Bedrohungen bereits 28,1 % des Computerschadens verursacht und bergen das Risiko einer Beschädigung der Festplatte sowie der Gefährdung privater Informationen wie Kontakte und Fotos. In dem Pop-up wird behauptet, dass diese Bedrohungen von Websites für Erwachsene ausgehen, die der Benutzer kürzlich besucht hat.

Anweisungen zum Entfernen der Infektionen werden im Popup aufgeführt. Beim Klicken auf die Schaltfläche „Jetzt reparieren“ initiiert das Programm einen gefälschten Systemscan, der kontinuierlich vermeintliche Probleme erkennt. Der abschließende Bedrohungsbericht rät dem Benutzer dringend, unverzüglich ein Anti-Malware-Programm zu verwenden.

Es ist wichtig zu erkennen, dass alle auf der Seite präsentierten Informationen erfunden sind. Keine Website verfügt über die Möglichkeit, Scans durchzuführen oder Bedrohungen auf den Geräten der Besucher zu erkennen. Darüber hinaus stehen die angeblichen Warnungen in keiner Verbindung zu seriösen Organisationen.

In vielen Fällen fördern Systeme dieser Art betrügerische, unzuverlässige und potenziell unsichere Software. Wenn Benutzer auf diese Taktik hereinfallen, riskieren sie daher, gefälschte Anti-Malware, Adware, Browser-Hijacker, potenziell unerwünschte Programme (PUPs), Trojaner, Ransomware oder andere Formen von Malware auf ihren Systemen zu installieren.

Darüber hinaus leiten einige betrügerische Seiten Benutzer auf die offiziellen Websites legitimer Produkte oder Dienstleistungen weiter. Dies geschieht, um es Betrügern zu ermöglichen, unrechtmäßige Provisionen zu verdienen, indem sie die mit den empfohlenen Inhalten verbundenen Partnerprogramme ausnutzen. Es ist wichtig zu beachten, dass es keine Garantie dafür gibt, dass ein System weiterhin zu echten Websites führt. Stattdessen werden Benutzer möglicherweise auf Nachahmer-Webseiten weitergeleitet, auf denen unerwünschte oder unsichere Software gehostet wird.

Glauben Sie keinen Websites, die behaupten, Malware auf Ihren Geräten entdeckt zu haben

Websites können vor allem aufgrund technischer Einschränkungen und Datenschutzbedenken keine Scans auf Malware auf den Geräten der Benutzer durchführen.

  • Technische Einschränkungen : Websites funktionieren innerhalb der Grenzen von Webbrowsern und werden durch die Sandbox-Mechanismen des Browsers eingeschränkt. Diese Mechanismen verhindern, dass Websites auf Dateien und Prozesse auf dem Gerät des Benutzers zugreifen oder mit ihnen interagieren. Daher verfügen Websites nicht über die erforderlichen Berechtigungen und Funktionen, um Scans auf Malware durchzuführen oder auf dem Gerät des Benutzers vorhandene Bedrohungen zu erkennen.
  • Sicherheitsbedenken : Wenn Websites die Durchführung von Malware-Scans auf den Geräten der Benutzer zulassen würden, würde dies erhebliche Sicherheitsrisiken mit sich bringen. Das Gewähren von Zugriff auf Systemdateien und -prozesse für Websites könnte möglicherweise die Sicherheit und Integrität des Geräts des Benutzers gefährden. Betrügerische Websites könnten diesen Zugriff ausnutzen, um ohne Zustimmung des Benutzers Malware zu installieren, vertrauliche Informationen zu sammeln oder andere unsichere Aktivitäten durchzuführen.
  • Datenschutzaspekte : Die Durchführung von Scans auf Malware auf den Geräten der Benutzer würde erfordern, dass Websites auf den Inhalt des Geräts zugreifen und ihn analysieren, einschließlich Dateien, Verzeichnisse und Systemprozesse. Dies würde ernsthafte Datenschutzbedenken aufwerfen, da dadurch möglicherweise sensible Informationen an den Website-Betreiber oder Dritte weitergegeben werden könnten. Benutzer erwarten ein gewisses Maß an Privatsphäre und Kontrolle über ihre Geräte, und wenn Websites die Durchführung von Scans auf Malware gestattet würde, würde dies einen Verstoß gegen diese Erwartungen darstellen.
  • Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Websites aufgrund technischer Einschränkungen, Sicherheitsbedenken und Datenschutzbedenken keine Scans auf Malware auf den Geräten der Benutzer durchführen können. Benutzer sollten sich auf eine seriöse Anti-Malware-Software verlassen, die auf ihren Geräten installiert ist, um Malware effektiv zu erkennen und zu entfernen.

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