Abgeordnete drängen auf Verbot der KI-App DeepSeek auf Regierungsgeräten

In einem Schritt, der an frühere Verbote chinesischer Technologie erinnert, unternehmen US-Gesetzgeber Schritte, um die künstliche Intelligenz-App DeepSeek auf Regierungsgeräten zu verbieten. Das überparteiliche Vorhaben unter der Leitung der Abgeordneten Josh Gottheimer (DN.J.) und Darin LaHood (R-Ill.) zielt darauf ab , potenzielle Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit dem in China entwickelten KI-Tool einzudämmen.
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DeepSeek: Eine wachsende Sorge um die nationale Sicherheit
DeepSeek ist ein KI-Modell, das von einem chinesischen Softwareunternehmen entwickelt wurde. Das Unternehmen sorgte kürzlich für Aufsehen, indem es großen KI-Modellen von US-Technologiegiganten wie OpenAI, Meta und Alphabet Konkurrenz machte – und das angeblich zu einem Bruchteil der Kosten. Während seine Leistung Aufmerksamkeit erregte, löste es auch bei politischen Entscheidungsträgern Besorgnis aus, die befürchten, dass esvon der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) als Instrument zur Überwachung, Datensammlung und Desinformation eingesetzt werden könnte.
„Die Kommunistische Partei Chinas hat mehr als deutlich gemacht, dass sie jedes ihr zur Verfügung stehende Mittel einsetzen wird, um unsere nationale Sicherheit zu untergraben“, warnte Gottheimer.
Diese Rhetorik der nationalen Sicherheit spiegelt die Bedenken wider, die 2023 zum TikTok-Verbot auf Bundesgeräten führten. Die Gesetzgeber argumentieren, dass Pekings Zugriff auf KI-gestützte Anwendungen ihm einen Vorteil bei der Datenerfassung, Spionage und Einflusskampagnen verschaffen könnte, die sich gegen die US-Regierung und ihre Bürger richten.
Das „No DeepSeek on Government Devices Act“
Der Gesetzesentwurf mit dem Titel „No DeepSeek on Government Devices Act“ würde es Bundesangestellten verbieten, die App auf regierungseigene Geräte herunterzuladen oder zu verwenden. Der Gesetzentwurf sieht jedoch Ausnahmen für die nationale Sicherheitsforschung vor, die es Regierungsanalysten ermöglichen, die potenziellen Risiken des KI-Modells zu untersuchen.
Der Mitsponsor, Abgeordneter LaHood, betonte die Dringlichkeit des Handelns und erklärte:
“The technology race with the Chinese Communist Party is not one the United States can afford to lose.”
Ein umfassenderer Technologiekrieg zwischen den USA und China
Der Schritt gegen DeepSeek erfolgt inmitten wachsender Spannungen zwischen den USA und China im Technologiesektor. In den letzten Jahren hat die US-Regierung aggressive Schritte unternommen, um den chinesischen Einfluss einzudämmen, darunter:
- Einschränkung des Betriebs von Huawei innerhalb von Bundesnetzwerken.
- Verbot des Exports hochwertiger Mikrochips, die für die Entwicklung von KI-Modellen von entscheidender Bedeutung sind.
- Druck auf ByteDance, TikTok zu veräußern oder sich einem landesweiten Verbot zu stellen (ein Prozess, der sich rechtlich noch in der Schwebe befindet).
Darüber hinaus hat Senator Josh Hawley (Republikaner, Missouri) eine noch weitreichendere Maßnahme vorgeschlagen: Er würde jeglichen Import oder Export von KI-Technologie unter Beteiligung Chinas verbieten. Sollte ein solches Gesetz in Kraft treten, würde es die US-Beschränkungen für chinesische Technologie deutlich verschärfen und die Kluft zwischen den beiden Supermächten weiter vertiefen.
Was kommt als Nächstes?
Während das KI-Wettrüsten immer intensiver wird, ist der Kampf um DeepSeek nur eine Front in einem größeren Kampf um die technologische Vorherrschaft. Da die Gesetzgeber darauf drängen, Chinas KI-Einfluss in den USA einzuschränken, könnten weitere Verbote und Regulierungen bevorstehen.
Vorerst muss der No DeepSeek on Government Devices Act noch den Kongress durchlaufen. Sollte er verabschiedet werden, wäre dies ein weiterer wichtiger Schritt in den Bemühungen der US-Regierung, den Einfluss chinesischer Technologie einzuschränken – nach dem TikTok-Verbot und den Exportkontrollen für Mikrochips.
Die künstliche Intelligenz wird die Zukunft der globalen Macht bestimmen, doch der Kampf um die Kontrolle der fortschrittlichsten Modelle hat gerade erst begonnen.