Netzwerkausfall im Lurie-Kinderkrankenhaus aufgrund eines massiven Cybersicherheitsangriffs führt zu einer kritischen Blockade der Grundversorgung

Der Netzwerkausfall im Lurie Children's Hospital hat Familien in eine frustrierende Tortur gestürzt. Seit fast einer Woche hat ein lähmender Cybersicherheitsangriff den Zugriff auf alle Computer, das Internet und alle Telefone unzugänglich gemacht und den Zugang zu lebenswichtiger Versorgung und wichtigen Informationen erheblich erschwert. Die Patienten blieben in der Schwebe und konnten nicht an geplanten Terminen teilnehmen oder Informationen darüber erhalten, wann sie zu notwendigen Behandlungen wiederkommen können.
Robin Berthier, Mitbegründer von Network Perception, betonte die Anfälligkeit moderner Einrichtungen wie Krankenhäuser für Cyber-Bedrohungen und wies darauf hin, dass unsere Abhängigkeit von Computersystemen uns anfällig für Störungen durch Malware oder Cyber-Angreifer macht. Dieser der „ LockBit- Bande“ zugeschriebene Angriff zeichnet sich durch seine direkten Auswirkungen auf die Patientenversorgung aus und verdeutlicht die dringende Notwendigkeit robuster Cybersicherheitsmaßnahmen im Gesundheitswesen.
Patienten und ihre Familien haben ihre Sorgen und Frustrationen auf Social-Media-Plattformen zum Ausdruck gebracht und Geschichten über verpasste Termine und verlorene Kommunikation mit dem Krankenhaus geteilt. Das Potenzial für Datenschutzverletzungen erhöht die Beunruhigung der von dem Ausfall Betroffenen zusätzlich.
Während Anstrengungen unternommen werden, kritische Systeme kurzfristig wiederherzustellen, betonen Experten wie Berthier, wie wichtig es ist, gründliche Untersuchungen durchzuführen und umfassende Cybersicherheitskontrollen zu implementieren, um zukünftige Vorfälle zu verhindern. Empfehlungen der Biden-Administration für erhöhte Cybersicherheitsanforderungen im Gesundheitswesen sowie Initiativen wie die in New York zur Einführung verbindlicher Vorschriften für Krankenhäuser unterstreichen die wachsende Erkenntnis der Ernsthaftigkeit von Cyberbedrohungen für die Patientenversorgung.
Claire McGlave, Forscherin an der School of Public Health der University of Minnesota, betont, dass Krankenhäuser mit unzureichenden Ressourcen Unterstützung benötigen, um diese Cybersicherheitsstandards effektiv zu erfüllen. Sie verweist auf den proaktiven Ansatz New Yorks als Vorbild für andere Bundesstaaten und betont, wie wichtig es sei, angesichts der sich entwickelnden Cyber-Risiken einen kontinuierlichen Zugang zu kritischen medizinischen Diensten sicherzustellen.
Die Strafverfolgungsbehörden raten davon ab, Lösegeldforderungen zu zahlen, und fordern Krankenhäuser auf, der Patientenversorgung Vorrang einzuräumen und mit den Behörden zusammenzuarbeiten, um die Situation anzugehen. In der Zwischenzeit hat das Lurie Children's Hospital ein Callcenter eingerichtet, das Patienten bei Anfragen und Anfragen im Zusammenhang mit Terminen und Rezepten unterstützt und so eine Rettungsleine für diejenigen darstellt, die mit den Folgen des Cyberangriffs zurechtkommen.
