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Gericht in Sambia verurteilt 22 chinesische Staatsbürger wegen multinationaler Cyberkriminalität

Ein Gericht in Sambia verurteilte am Freitag 22 chinesische Staatsbürger wegen ihrer Beteiligung an Cyberkriminalität, darunter Internetbetrug und Online-Betrug, zu langen Haftstrafen. Die Betrügereien zielten auf Opfer in Sambia, Singapur, Peru und den Vereinigten Arabischen Emiraten ab.

Verurteilung und Geldstrafen

Das Amtsgericht in Lusaka verhängte Strafen zwischen sieben und elf Jahren. Zusätzlich zu den Gefängnisstrafen verhängte das Gericht Geldstrafen zwischen 1.500 und 3.000 Dollar gegen die Täter. Der Angeklagte hatte sich der Computerfälschung, des Identitätsbetrugs und des illegalen Betriebs eines Netzwerks oder Dienstes schuldig bekannt. Ein kamerunischer Staatsbürger wurde wegen ähnlicher Vorwürfe ebenfalls verurteilt und zu einer Geldstrafe verurteilt.

Hintergrund und Festnahmen

Die Verurteilten waren Teil einer größeren Gruppe von 77 Personen, die im April verhaftet wurden. Die Mehrheit der Verhafteten waren Sambier. Die Polizei beschrieb die Gruppe als „raffiniertes Internetbetrugssyndikat“.

Untersuchung und Razzia

Die Ermittlungen begannen, nachdem es zu einem deutlichen Anstieg von Cyber-Betrugsfällen gekommen war. Es gingen zahlreiche Beschwerden von Personen ein, die auf mysteriöse Weise Geld von ihren Mobiltelefonen oder Bankkonten verloren hatten.

Im April führten Beamte der Drogenbekämpfungsbehörde, der Polizei, der Einwanderungsbehörde und der Anti-Terror-Einheit eine Razzia in einem von Chinesen geführten Geschäft in einem wohlhabenden Viertel von Lusaka durch. Bei der Razzia wurden 77 Personen festgenommen und über 13.000 SIM-Karten für einheimische und ausländische Mobiltelefone, zwei Schusswaffen und 78 Schuss Munition sichergestellt.

Die Rolle von Golden Top Support Services

Das Unternehmen, das im Zentrum der Razzia stand, Golden Top Support Services, hatte Sambier im Alter zwischen 20 und 25 Jahren beschäftigt. Diese Mitarbeiter waren sich den Angaben zufolge der betrügerischen Aktivitäten nicht bewusst und nutzten die SIM-Karten, um auf verschiedenen Plattformen wie WhatsApp, Telegram und in Chatrooms betrügerische Gespräche mit ahnungslosen Handynutzern zu führen, wobei sie vorgefertigten Dialogen folgten.

Dieser Fall wirft ein Schlaglicht auf das wachsende Problem der Cyberkriminalität und die Bemühungen der sambischen Behörden, dagegen vorzugehen. Die vom Gericht verhängten Urteile wirken als erhebliche Abschreckung für diejenigen, die an solchen illegalen Aktivitäten beteiligt sind.

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